KOMPLIKATIONEN


Komplikationen

Erkrankungsbedingte Komplikationen

Die zunehmende Unförmigkeit der betroffenen Extremitäten führt in fortgeschrittenen Stadien durchaus zu einer Einschränkung der Gehfähigkeit und damit auch zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensqualität.

Wichtigste Komplikation eines nicht oder unzureichend behandelten Lipödems ist allerdings die Entstehung eines sekundären Lymphödems. Dies führt zu einer deutlichen Verschlimmerung des Lipödems. Man spricht dann von einem Lipo-Lymphödem. Durch die chronische Ödembildung und Stauung sowie durch entzündliche Prozesse im Gewebe kommt es zunehmend zu einer Verhärtung (Fibrosierung) des Gewebes, was die feinen Lymphgefäße verändert, einengt und den Transport der Lymphflüssigkeit einschränkt und behindert. Dadurch werden Ödem und Schwellung nur noch verstärkt, was auch zu einer Schwellung im Fußbereich führt.

 


Operationsbedingte Komplikationen

Jeder chirurgische Eingriff hat Risiken und kann zu unterschiedlich schweren Komplikationen führen. Dies gilt auch für die Liposuktion, wobei diese sicherlich zu den sehr risikoarmen operativen Eingriffen zählt. Wir haben für Sie eine Übersicht über die möglichen Komplikationen zusammengestellt und gehen auf diese Informationen im persönlichen Gespräch selbstverständlich ausführlicher ein.

Zu den möglichen Komplikationen einer Liposuktion zählen:

– Blutung/Nachblutung, flächenhafte Hämatome (Blutergüsse), Pigmentveränderungen der Haut (Dunkelverfärbung der Haut an einzelnen Stellen, teils über Monate)

– Über Wochen anhaltende Schwellung und Verhärtungen des Unterhautfettgewebes

– Unregelmäßigkeiten des Hautbildes/Dellen/Hautüberschuss

– Narbenenbildungsstörung/ zu dunkle oder zu helle Narben/ wulstige oder verbreiterte Narben

– Verletzung benachbarter Strukturen, Hautschäden/ Durchblutungsstörung der Haut

– Taubheitsgefühl über Monate

– Wundheilungsstörung, Infektion, nekrotisierende Fasziitis (extrem selten)

– Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Herz-Kreislauf-Beeinträchtigung

– Allergische Reaktionen auf Pflaster/Medikamente/Kompressionswäsche

– Thrombose/Embolie

– Unzufriedenheit mit dem ästhetischen Ergebnis

 


Individuelle medizinische Vorgeschichte und Besonderheiten (Voroperationen, Gerinnungsstörung, Allergien, Rauchen und vieles mehr) prägen maßgeblich das Risikoprofil eines operativen Eingriffes für den Patienten/die Patientin. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang aber auch die Erwartungshaltung der Patienten und Patientinnen sowohl für die Wahrnehmung des Heilungsprozesses als auch für die Zufriedenheit mit dem Ergebnis von außerordentlicher Bedeutung.

Als einfaches Beispiel mag Folgendes dienen:

Manche Patientinnen empfinden trotz umfangreicher Absaugung ihre Unterschenkel immer noch als zu kräftig. Die verbliebene Fettschicht ist aber nach erfolgreicher Absaugung nur noch wenige Millimeter dick, das Volumen kommt hauptsächlich durch die darunter liegende kräftige Muskulatur zustande. Die Muskulatur, die durch das oft über Jahre bestehende Übergewicht deutlich kräftiger entwickelt ist, kann nicht abgesaugt werden. Insofern kommt man trotz aller Maßnahmen an Grenzen. Ziel unserer Beratung ist daher  eine realistische Erwartung im Hinblick auf Behandlung und Ergebnis. In der weitaus überwiegenden Zahl der Fälle kann mittels der Liposuktion ein gutes bis sehr gutes Ergebnis mit deutlicher Verbesserung der Beschwerden und hoher Patientenzufriedenheit erzielt werden. Auch kosmetisch unbefriedigende Areale können in aller Regel unkompliziert korrigiert werden.