HISTORIE



Historie

Das Wort Lipödem stammt aus dem Alt-Griechischen und bedeutet „Fettschwellung“, zusammengesetzt aus den Worten  lípos „Fett“ und  oídēma, „Schwellung“. Fälschlicherweise wird es in der Umgangssprache auch als „Reithosenfettsucht“ oder „Reithosensyndrom“ bezeichnet. Zutreffender ist der Ausdruck Lipohyperplasia dolorosa (schmerzhafte Wucherung des Fettgewebes).

Die Erstbeschreibung erfolgte 1940 durch die beiden Mediziner Edgar Van Nuys Allen und Edgar Alphonso Hines Jr., die das Krankheitsbild als Lipödem bezeichnet haben. Daher findet man gelegentlich auch noch den Ausdruck Allen-Hines-Syndrom für das Lipödem.

Die klassischen Symptome des Lipödems wurden erstmals 1951 von Wold et al. beschrieben und haben bis heute Gültigkeit.


Erste graphische Darstellungen sind allerdings viel älter. Eine 5000 Jahre alte Statue der Großen Göttin im Tempel Hal Tarxien auf Malta zeigt Veränderungen an den Unterschenkeln, wie sie für das Lipödem typisch sind (siehe Bild oben).

Auf einem über 3500 Jahre alten ägyptischen Relief findet sich die Darstellung der Königin von Punt am Tempel der Hatschepsut (ca. 1479 bis 1458 v. Chr.) mit den typischen Veränderungen eines stark ausgeprägten Lipödems.